



















Schönheit als Gegensatz zu Hässlichkeit ist ein abstrakter Begriff, der stark mit allen Aspekten menschlichen Daseins verbunden ist. Wie jede Wertung, ist dieser positiv besetzte Begriff von Wertvorstellungen (Bewertungsmaßstäben) und Bewertungszielen abhängig, die auch durch gesellschaftliche Konventionen geprägt werden. Die Bildserie acts wird von der Künstlerin als sinnliche Bilder gesehen: stilvoll, ausdrucksstark, gefühlvoll und ästhetisch. Seit der Moderne ist die Kategorie der Schönheit jedoch in der bildnerischen Kunst kritisch gesehen. Das „Schöne“ ist nicht mehr der Glanz der Wahrheit, sondern im Gegenteil das Schöngemachte, Idealisierte und daher Unwahre. Der ganze Begriff der Mode bekommt in Bezug auf Kunst den Charakter des Unwahren und deshalb Unkünstlerischen. Im Extremfall wird in der modernen Auffassung der Kust ein zu schönes dekoratives Werk als Kitsch bezeichnet. Alternative Ästhetiken - wie die des Hässlichen, des Interessanten oder Unfertigen - ersetzen in der Kunst der Moderne zunehmend das klassisch schöne Vorstellungsbild.